“Schlagerland” die TV Dokumentation im Ersten

ARD/SWR DOKUMENTARFILM IM ERSTEN, "Schlagerland", Film von Arne Birkenstock, am Mittwoch (22.02.17) um 23:00 Uhr im ERSTEN. Jürgen Drews auf der Waldbühne in Berlin. © SWR/C-Films Deutschland GmbH, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR/C-Films Deutschland GmbH" (S2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23876, Fax: -929-22059, foto@swr.de

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“Schlagerland” die TV Dokumentation am 23.02. im Ersten

Deutschland ist Schlagerland. Was macht das Schlagerland Deutschland aber eigentlich aus? Wo und wie existiert es? Und was macht es so unwiderstehlich? Der Film blickt in die Provinz und auf die Großbühnen der Städte, da, wo der Schlager lebt und geht auf Spurensuche nach diesem Phänomen einer deutschen Massenkultur. Er schaut hinter die Kulissen und fragt nach persönlichen Werdegängen und emotionalen Begegnungen zwischen Publikum und Künstlern. Die Reise durch das deutsche Schlagerland führt zu berühmten Künstlern, Nachwuchssängern und ihren treuesten Fans.

Stehaufmännchen der deutschen Popkultur

Von den “Capri-Fischern” über den “Griechischen Wein” bis “Atemlos” hat der Schlager seit Jahrzehnten Lieder hervorgebracht, die mehrere Generationen auf dem Weg zum Erwachsenwerden und darüber hinaus begleitet haben. Das Genre hat sich verändert, seitdem die deutschsprachige Unterhaltungsmusik ausdifferenziert als deutscher Pop, Hip-Hop oder Chanson wahrgenommen wird und nicht mehr alles unter dem Begriff “Schlager” subsummiert wird, der genau genommen ja auch gar keine Genre-Bezeichnung ist, sondern den Erfolg eines Liedes zum Kriterium erhebt: Sprachlich ist das Wort Schlager nichts anderes als die Deutsche Bezeichnung für “Hit”.

Heute hören Millionen Menschen die Hits von Andrea Berg und Helene Fischer. Schlager ist das Stehaufmännchen der deutschen Popkultur, er geht aus jeder Modernisierungskrise gestärkt hervor. Was der Schlager nie ganz loswurde, ist sein Image als Opium des Kleinbürgers. Das Bild des hässlichen Deutschen begleitete den Schlager bis in die Siebziger, als er längst das Loblied auf griechischen Wein und mexikanisches Feuerwasser sang. Denn kein Schlager ist besser als seine Zeit und deshalb ist er wieder modern. Wir befinden uns in einer Phase extremer gesellschaftlicher Umbrüche. Was also liegt näher, als vereint und eng im Kuschelbett oder vor dem Kamin emotionale Sentimentalitäten auszutauschen?

Von Helene Fischer bis zur Nachwuchskünsterlin Franziska Wiese

Auf der Reise durch das Schlagerland trifft der Autor Alt- und Jungstars von Helene Fischer und Florian Silbereisen über Roland Kaiser, Costa Cordalis und Gitte Haenning bis zu den Ostschlagerstars Frank Schöbel und Ute Freudenberg. Der Film begleitet die Nachwuchssängerin Franziska Wiese, die von ihrem Plattenlabel zum neuen Schlagerstar aufgebaut wird und dabei das Auf und Ab einer Branche durchleidet, die auf der Bühne gute Laune verbreitet und hinter den Kulissen von enormen Druck, Wettbewerb und hoher Professionalität geprägt ist.

Subjektiver Blick auf den musikalischen Wanderzirkus

Das Filmteam geht mit Jürgen Drews auf einen kleinen Konzertmarathon und feiert mit Fans in einer Bottroper Schlagerkneipe. Das Team trifft die Menschen, die den Schlager hinter den Kulissen vorantreiben, spricht mit Textern, Produzenten und Komponisten wie Ralph Siegel, Jean Frankfurter und Kristina Bach oder dem Electrola Plattenchef Jörg Hellwig und dem Produzenten der größten TV-Schlagershow Michael Jürgens. So entsteht ein subjektiver, aber nicht wertender Blick auf einen großen Wanderzirkus, der im Sommer eine Open-Air Party nach der anderen mit dem gewünschten Partysoundtrack bespielt und sich – im Rahmen seiner Möglichkeiten – immer wieder neu erfinden muss.

Ein Film von Arne Birkenstock

Quelle: Das Erste

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